27.04.2026
Vinzenzgemeinschaft: Geteilte Freude ist doppelte Freude
Dachverband Mitgliedsorganisationen
Am 18. April fand in Bozen die diesjährige Vollversammlung der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft statt. In seinem Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht für das vergangene Jahr berichtete der Zentralratspräsident Heinrich Erhard über die vielfältigen Tätigkeiten der Vinzenzgemeinschaft im ganzen Land und über Projekte und Initiativen, die im laufenden Jahr für die Vinzenzgemeinschaft im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stehen werden.
Zu Beginn seines Tätigkeitsberichts wies der Zentralratspräsident darauf hin, dass vielen Mitbürgern zunehmend ein soziales Netzwerk fehle und sie sich deshalb von der Gemeinschaft ausgeschlossen fühlten. “Bedürftige kommen zu unserer werktäglichen Morgenbrotausgabe am Bozner Sitz der Vinzenzgemeinschaft oder zum wöchentlich zweimaligen Gratisabendessen in Meran, auch um Kontakte aufzubauen und in der Hoffnung, ihre Anliegen vorbringen zu können. Deshalb bedanke ich mich bei Euch allen für die stetige Bereitschaft, den Hilfesuchenden zuzuhören, ihre Ersuchen – welcher Art auch immer – objektiv zu prüfen und sie bei Hilfsbedürftigkeit nach Möglichkeit zu unterstützen. Ihr alle, jeder natürlich in seinem Wirkungsbereich, seid gewissermaßen ein Ombudsmann, eine Art Volksanwalt bzw. Volksanwältin für die Ärmeren.”
Finanzielle Hilfe
Im reichen Südtirol ist die Armut leider weiterhin in unterschiedlicher Form präsent. Deshalb leisten die landesweit 51 Konferenzen in vielen Fällen finanzielle Unterstützung. Der überwiegende Teil der verfügbaren Geldmittel wird dazu verwendet, Familien wie Einzelpersonen den Zugang zu einer eigenen Wohnung bzw. Den Erhalt/die (Weiter)Verfügbarkeit der benützten Mietwohnung und gelegentlich auch der erworbenen Eigentumswohnung zu sichern. Nicht nur hohe Strom-, Gas- oder Heizungsspesen, sondern allgemein steigende Lebenskosten verursachen für viele Südtiroler schier unlösbare Probleme. “Unsere finanziellen Zuwendungen zur Ermöglichung normaler leistbarer Wohnverhältnisse reichen deshalb von der Übernahme einer Kaution über die Bezahlung von einer oder mehrerer Monatsmieten bzw. Teilen derselben oder von Kondominiumspesen, über die Begleichung von Energie-, Müll- oder Wassergebühren bis zur gelegentlichen Mithilfe bei der Tilgung von Wohnbaudarlehen”, so Erhard in seinem Bericht.
Hilfsangebote
In eindeutig prekären, in wesentlich schlimmeren Situationen als manche Bewohner von Mietwohnungen befinden sich die Obdach- und Wohnungslosen. Damit diese nicht völlig von den elementaren menschlichen Grundbedürfnissen ausgeschlossen bleiben, bietet der Vinzishower in Bozen eine allgemein zugängliche Duschmöglichkeit sowie eine unentgeltliche Wäschewaschmöglichkeit. Diese Dienstleistung kann kein Zuhause, im Winter keinen warmen Raum ersetzen, den Benutzern dennoch einen Teil ihrer menschlichen Würde geben.
Die finanzielle Hilfe der Vinzenzgemeinschaft beschränkt sich keineswegs auf Unterstützungen im Wohnbereich, sondern erstreckt sich auch auf den medizinischen Sektor sowie auf Maßnahmen zur Integration bzw. zur sozialen Inklusion in die Gesellschaft. Auch die Lebensmittelhilfe ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Vinzenzgemeinschaft. Die Lebensmittelhilfe erfolgt dabei in drei verschiedenen Formen:
• direkte, unentgeltliche Verpflegung;
• die Nahrungsmittelausgaben in den elf Tafeln, welche in fünf der sechs Vinzenzbezirke vorhanden sind;
• die meist monatliche Ausgabe von Gratis-Lebensmittelgutscheinen.
Weiters gibt es die unentgeltliche Kleiderverteilung. Diese Unterstützung dient laut Erhard nicht so sehr der Armutsprävention, sie fördert vielmehr den Nachhaltigkeitsgedanken und damit langfristig einen positiven Gesinnungswandel.
Von besonderer Bedeutung sind für die Vinzenzgemeinschaft die sogenannten “immateriellen Dienstleistungen” - der Besuchsdienst zuhause, in Altersheimen und Krankenhäusern bzw. die Arzt- und Behördenbegleitungen.
Im Endstadium des Aufbaus befindet sich schließlich noch die Helfergruppe “Swap2Learn” (“Wechseln, um zu lernen”). In dieser Struktur, die während der Pandemiezeit entstanden ist und welche im vergangenen Jahr in die Vinzenzgemeinschaft eingegliedert wurde, werden unter anderem die von Betrieben oder der öffentlichen Verwaltung ausgemusterten Computer überprüft, umgerüstet und dann bedürftigen Schülern bzw. Familien zur Verfügung gestellt. Die Arbeit der Vinzenzgeschwister dieser Gruppe fördert die digitale Inklusion und gleichzeitig die soziale Integration von Schülern mit Migrationshintergrund.
788 Vinzenzgeschwister
Die Zahl der aktiven Vinzenzgeschwister hat sich im Berichtsjahr laut Erhard kaum verändert. Waren es Ende 2024 insgesamt 750 Vinzenzbrüder und -schwestern, stieg deren Zahl zum 31. Dezember 2025 auf 788 Mitglieder. Teilweise ist dieser Mitgliederanstieg auf die Neugründung von zwei Helfergruppen, der Tafel in Terlan und der Gruppe “Swap2Learn” zurückzuführen.
Der Zentralrat hat 2025 laut Erhard unter anderem folgende Entscheidungen getroffen:
• Die inaktiven Vinzenzkonferenzen St. Jakob /Leifers, Milland/Brixen und zur hl. Mutter Theresa wurden aufgelöst. Letztgenannte hat in Bozen über Jahre mit dem “Vinzibus mobil” ein warmes Essen verteilt und ist nach dessen Einstellung aufgelöst worden. Die Vinzenzkonferenz Kastelruth, die im Hauptort auch eine Kleiderkammer und in Seis eine Lebensmitteltafel betreibt, ist vom Vinzenzbezirk Bozen Land abgetrennt und jenem des Eisacktales angegliedert worden.
• Als Reinvestition des Verkaufserlöses von Schloss Moos wurde einstimmig der Kauf des gesamten Klosterareals der Tertiarschwestern in Kaltern befürwortet.
• Auch in der Zusammensetzung dieses Leitungsgremiums, welches sich bekanntlich aus dem direkt von der Vollversammlung gewählten Zentralratspräsidenten und dessen Stellvertretung sowie den Vorsitzenden der sechs Bezirke zusammensetzt, hat es Änderungen gegeben. Im Vinzenzbezirk Bozen Stadt wurde Georg Oberrauch zum neuen Vorsitzenden gewählt und in jenem von Bozen Land ist Brigitte Bernhard Rellich für eine weitere Dreijahresperiode in ihrem Amt bestätigt worden. Die Funktion des Zentralratsschriftführers hat nach dem Rücktritt von Walter Gufler das kooptierte Mitglied Wilfried Math übernommen.
• Im Verwaltungsbüro hat sich Frau Varesco als freie Mitarbeiterin 2025, wie in den Jahren davor, um die gesamte Buchhaltung gekümmert und die Verwaltung erledigt. Für ihre stets verlässliche Mitarbeit dankte ihr Zentralratspräsident Erhard im Namen der Vinzenzgemeinschaft und vor allem im Namen der Hilfsbedürftigen. “Herzlich bedanken muss ich mich genauso bei allen Vinzenzgeschwistern, besonders bei jenen, welche nie im Rampenlicht stehen, im Verborgenen aber höchst Wertvolles, Unverzichtbares leisten. Ohne ihren Einsatz, ohne ihre stille Hilfe wäre die Vinzenzgemeinschaft nicht die ehrenamtliche karitative Organisation, als welche sie erfreulicherweise bei der Bevölkerung wahrgenommen wird und welche die Südtiroler reichlich durch Spenden unterstützen. Mit Stolz kann ich deshalb festhalten, ohne Vinzenzgemeinschaft wäre unser Land um manches ärmer, weniger originell und Südtirol schwerlich die Heimat der hier wohnenden Menschen”, betonte Erhard.
Abschließend bedankte sich der Präsident beim geistlichen Beirat der Vinzenzgemeinschaft Dekan Bernhard Holzer, bei der Vinzenzschwester Lucia Crazzolara, die bei der Verwaltung des Spendenprogramms mithilft, beim ehemaligen Schriftführer Walter Gufler und seinem Nachfolger Wilfried Math, bei Walther Werth für die Gestaltung der Newsletter sowie bei Stefan Decarli und Georg Oberrauch für ihr Mitwirken bei der Suche nach einem geeigneten Objekt für die Reinvestition des Verkaufserlöses von Schloss Moos sowie vor allem bei den Kaufverhandlungen für den Erwerb des Kalterer Klosters der Tertiarschwestern.
Herausforderungen
Die Südtiroler Vinzenzgemeinschaft steht in den kommenden Monaten vor großen Herausforderungen. Vor allem bezüglich des Ankaufs des Tertiarklosters in Kaltern stehen wichtige Entscheidungen an: die effektive Eigentumsübernahme des Klosters, die Regelung des Verhältnisses mit der diözesanen Caritas als unentgeltliche Leihnehmerin der zwölf Kleinwohnungen in dem zum Klosterareal gehörenden Haus Elisabeth bis 2030, der möglichst baldige Abschluss der bereits fortgeschrittenen Verhandlungen über die zukünftige Führung der geplanten sozialen Einrichtung, vorerst nur des Klosters und später auch des Hauses Elisabeth, die Beauftragung des Brixner Haus der Solidarität mit der Trägerschaft einer analogen Struktur in Kaltern und gleichzeitiger Festlegung der Mitentscheidungsarten sowie der verpflichtenden Mithilfen von freiwilligen Vinzenzgeschwistern.
Was hingegen das eigentliche Tätigkeitsfeld, die karitativen Unterstützungen betrifft, ist Präsident Erhard überzeugt, dass dafür der inflationär gebrauchte Ausspruch „Ein weiter so geht nicht“ fehl am Platze sei. “Mit Genugtuung, ja mit Stolz habe ich berichten können, dass in allen unseren Handlungsfeldern schnelle, sinnvolle, unbürokratische und zielgerichtete Arbeit geleistet wird. Genau diesen Einsatz, diese Bereitschaft brauchen wir auch für die Zukunft. Dafür wünsche ich euch allen von Herzen, dass ihr als Lohn immer wieder erfahren könnt: ,Geteilte Freude ist doppelte Freude’, sagte Präsident Erhard am Ende seines Tätigkeitsberichtes.
Zu Beginn seines Tätigkeitsberichts wies der Zentralratspräsident darauf hin, dass vielen Mitbürgern zunehmend ein soziales Netzwerk fehle und sie sich deshalb von der Gemeinschaft ausgeschlossen fühlten. “Bedürftige kommen zu unserer werktäglichen Morgenbrotausgabe am Bozner Sitz der Vinzenzgemeinschaft oder zum wöchentlich zweimaligen Gratisabendessen in Meran, auch um Kontakte aufzubauen und in der Hoffnung, ihre Anliegen vorbringen zu können. Deshalb bedanke ich mich bei Euch allen für die stetige Bereitschaft, den Hilfesuchenden zuzuhören, ihre Ersuchen – welcher Art auch immer – objektiv zu prüfen und sie bei Hilfsbedürftigkeit nach Möglichkeit zu unterstützen. Ihr alle, jeder natürlich in seinem Wirkungsbereich, seid gewissermaßen ein Ombudsmann, eine Art Volksanwalt bzw. Volksanwältin für die Ärmeren.”
Finanzielle Hilfe
Im reichen Südtirol ist die Armut leider weiterhin in unterschiedlicher Form präsent. Deshalb leisten die landesweit 51 Konferenzen in vielen Fällen finanzielle Unterstützung. Der überwiegende Teil der verfügbaren Geldmittel wird dazu verwendet, Familien wie Einzelpersonen den Zugang zu einer eigenen Wohnung bzw. Den Erhalt/die (Weiter)Verfügbarkeit der benützten Mietwohnung und gelegentlich auch der erworbenen Eigentumswohnung zu sichern. Nicht nur hohe Strom-, Gas- oder Heizungsspesen, sondern allgemein steigende Lebenskosten verursachen für viele Südtiroler schier unlösbare Probleme. “Unsere finanziellen Zuwendungen zur Ermöglichung normaler leistbarer Wohnverhältnisse reichen deshalb von der Übernahme einer Kaution über die Bezahlung von einer oder mehrerer Monatsmieten bzw. Teilen derselben oder von Kondominiumspesen, über die Begleichung von Energie-, Müll- oder Wassergebühren bis zur gelegentlichen Mithilfe bei der Tilgung von Wohnbaudarlehen”, so Erhard in seinem Bericht.
Hilfsangebote
In eindeutig prekären, in wesentlich schlimmeren Situationen als manche Bewohner von Mietwohnungen befinden sich die Obdach- und Wohnungslosen. Damit diese nicht völlig von den elementaren menschlichen Grundbedürfnissen ausgeschlossen bleiben, bietet der Vinzishower in Bozen eine allgemein zugängliche Duschmöglichkeit sowie eine unentgeltliche Wäschewaschmöglichkeit. Diese Dienstleistung kann kein Zuhause, im Winter keinen warmen Raum ersetzen, den Benutzern dennoch einen Teil ihrer menschlichen Würde geben.
Die finanzielle Hilfe der Vinzenzgemeinschaft beschränkt sich keineswegs auf Unterstützungen im Wohnbereich, sondern erstreckt sich auch auf den medizinischen Sektor sowie auf Maßnahmen zur Integration bzw. zur sozialen Inklusion in die Gesellschaft. Auch die Lebensmittelhilfe ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Vinzenzgemeinschaft. Die Lebensmittelhilfe erfolgt dabei in drei verschiedenen Formen:
• direkte, unentgeltliche Verpflegung;
• die Nahrungsmittelausgaben in den elf Tafeln, welche in fünf der sechs Vinzenzbezirke vorhanden sind;
• die meist monatliche Ausgabe von Gratis-Lebensmittelgutscheinen.
Weiters gibt es die unentgeltliche Kleiderverteilung. Diese Unterstützung dient laut Erhard nicht so sehr der Armutsprävention, sie fördert vielmehr den Nachhaltigkeitsgedanken und damit langfristig einen positiven Gesinnungswandel.
Von besonderer Bedeutung sind für die Vinzenzgemeinschaft die sogenannten “immateriellen Dienstleistungen” - der Besuchsdienst zuhause, in Altersheimen und Krankenhäusern bzw. die Arzt- und Behördenbegleitungen.
Im Endstadium des Aufbaus befindet sich schließlich noch die Helfergruppe “Swap2Learn” (“Wechseln, um zu lernen”). In dieser Struktur, die während der Pandemiezeit entstanden ist und welche im vergangenen Jahr in die Vinzenzgemeinschaft eingegliedert wurde, werden unter anderem die von Betrieben oder der öffentlichen Verwaltung ausgemusterten Computer überprüft, umgerüstet und dann bedürftigen Schülern bzw. Familien zur Verfügung gestellt. Die Arbeit der Vinzenzgeschwister dieser Gruppe fördert die digitale Inklusion und gleichzeitig die soziale Integration von Schülern mit Migrationshintergrund.
788 Vinzenzgeschwister
Die Zahl der aktiven Vinzenzgeschwister hat sich im Berichtsjahr laut Erhard kaum verändert. Waren es Ende 2024 insgesamt 750 Vinzenzbrüder und -schwestern, stieg deren Zahl zum 31. Dezember 2025 auf 788 Mitglieder. Teilweise ist dieser Mitgliederanstieg auf die Neugründung von zwei Helfergruppen, der Tafel in Terlan und der Gruppe “Swap2Learn” zurückzuführen.
Der Zentralrat hat 2025 laut Erhard unter anderem folgende Entscheidungen getroffen:
• Die inaktiven Vinzenzkonferenzen St. Jakob /Leifers, Milland/Brixen und zur hl. Mutter Theresa wurden aufgelöst. Letztgenannte hat in Bozen über Jahre mit dem “Vinzibus mobil” ein warmes Essen verteilt und ist nach dessen Einstellung aufgelöst worden. Die Vinzenzkonferenz Kastelruth, die im Hauptort auch eine Kleiderkammer und in Seis eine Lebensmitteltafel betreibt, ist vom Vinzenzbezirk Bozen Land abgetrennt und jenem des Eisacktales angegliedert worden.
• Als Reinvestition des Verkaufserlöses von Schloss Moos wurde einstimmig der Kauf des gesamten Klosterareals der Tertiarschwestern in Kaltern befürwortet.
• Auch in der Zusammensetzung dieses Leitungsgremiums, welches sich bekanntlich aus dem direkt von der Vollversammlung gewählten Zentralratspräsidenten und dessen Stellvertretung sowie den Vorsitzenden der sechs Bezirke zusammensetzt, hat es Änderungen gegeben. Im Vinzenzbezirk Bozen Stadt wurde Georg Oberrauch zum neuen Vorsitzenden gewählt und in jenem von Bozen Land ist Brigitte Bernhard Rellich für eine weitere Dreijahresperiode in ihrem Amt bestätigt worden. Die Funktion des Zentralratsschriftführers hat nach dem Rücktritt von Walter Gufler das kooptierte Mitglied Wilfried Math übernommen.
• Im Verwaltungsbüro hat sich Frau Varesco als freie Mitarbeiterin 2025, wie in den Jahren davor, um die gesamte Buchhaltung gekümmert und die Verwaltung erledigt. Für ihre stets verlässliche Mitarbeit dankte ihr Zentralratspräsident Erhard im Namen der Vinzenzgemeinschaft und vor allem im Namen der Hilfsbedürftigen. “Herzlich bedanken muss ich mich genauso bei allen Vinzenzgeschwistern, besonders bei jenen, welche nie im Rampenlicht stehen, im Verborgenen aber höchst Wertvolles, Unverzichtbares leisten. Ohne ihren Einsatz, ohne ihre stille Hilfe wäre die Vinzenzgemeinschaft nicht die ehrenamtliche karitative Organisation, als welche sie erfreulicherweise bei der Bevölkerung wahrgenommen wird und welche die Südtiroler reichlich durch Spenden unterstützen. Mit Stolz kann ich deshalb festhalten, ohne Vinzenzgemeinschaft wäre unser Land um manches ärmer, weniger originell und Südtirol schwerlich die Heimat der hier wohnenden Menschen”, betonte Erhard.
Abschließend bedankte sich der Präsident beim geistlichen Beirat der Vinzenzgemeinschaft Dekan Bernhard Holzer, bei der Vinzenzschwester Lucia Crazzolara, die bei der Verwaltung des Spendenprogramms mithilft, beim ehemaligen Schriftführer Walter Gufler und seinem Nachfolger Wilfried Math, bei Walther Werth für die Gestaltung der Newsletter sowie bei Stefan Decarli und Georg Oberrauch für ihr Mitwirken bei der Suche nach einem geeigneten Objekt für die Reinvestition des Verkaufserlöses von Schloss Moos sowie vor allem bei den Kaufverhandlungen für den Erwerb des Kalterer Klosters der Tertiarschwestern.
Herausforderungen
Die Südtiroler Vinzenzgemeinschaft steht in den kommenden Monaten vor großen Herausforderungen. Vor allem bezüglich des Ankaufs des Tertiarklosters in Kaltern stehen wichtige Entscheidungen an: die effektive Eigentumsübernahme des Klosters, die Regelung des Verhältnisses mit der diözesanen Caritas als unentgeltliche Leihnehmerin der zwölf Kleinwohnungen in dem zum Klosterareal gehörenden Haus Elisabeth bis 2030, der möglichst baldige Abschluss der bereits fortgeschrittenen Verhandlungen über die zukünftige Führung der geplanten sozialen Einrichtung, vorerst nur des Klosters und später auch des Hauses Elisabeth, die Beauftragung des Brixner Haus der Solidarität mit der Trägerschaft einer analogen Struktur in Kaltern und gleichzeitiger Festlegung der Mitentscheidungsarten sowie der verpflichtenden Mithilfen von freiwilligen Vinzenzgeschwistern.
Was hingegen das eigentliche Tätigkeitsfeld, die karitativen Unterstützungen betrifft, ist Präsident Erhard überzeugt, dass dafür der inflationär gebrauchte Ausspruch „Ein weiter so geht nicht“ fehl am Platze sei. “Mit Genugtuung, ja mit Stolz habe ich berichten können, dass in allen unseren Handlungsfeldern schnelle, sinnvolle, unbürokratische und zielgerichtete Arbeit geleistet wird. Genau diesen Einsatz, diese Bereitschaft brauchen wir auch für die Zukunft. Dafür wünsche ich euch allen von Herzen, dass ihr als Lohn immer wieder erfahren könnt: ,Geteilte Freude ist doppelte Freude’, sagte Präsident Erhard am Ende seines Tätigkeitsberichtes.
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